8. Juli 2014

Mein Geburtsbericht

Heute möchte ich euch gerne meinen Geburtsbericht nachreichen. Die Raupe, so wird sie bei uns genannt, ist jetzt schon 3 Monate bei uns und macht uns jeden Tag glücklicher.

Alles fing an dem 2. Urlaubstag von meinem Freund an. Wir waren nach dem Frühstück einkaufen gefahren und im Baumarkt. Denn wir wollten endlich den Balkon schöner gestalten. Im Allem nichts anstrengendes und für mich eine vollkommende Abwechslung zu den Tagen davor. Nachdem der Balkon fertig war, aber ich es mir gemütlich auf der Couch gemacht. Mein Freund hat ein wenig xBox gezockt. Zwischenzeitlich kribbelte es in meiner Nase und ich musste niesen. Eigentlich nichts schlimmes, aber dabei muss meine Fruchtblase geplatzt sein. Ich merkte relativ schnell, das was nicht stimmte. Erstmal auf Toilette. Aber nichts war, kein tröpfeln nichts. Also wieder auf die Couch. In der Zeit hat mein Freund sich etwas zu essen gemacht. Trotzdem fühlte es sich weiterhin komisch an. So langsam kam auch das mir bekannte Ziehen im Rücken. Also wieder auf Toilette und auf einmal tröpfelte es. Also nahm ich eine Pelzy Einlage und sagte meinem Freund, dass er seinen Salat wieder in den Kühlschrank stellen darf und seine Tasche packen muss. Ich wurde so langsam leicht nervös. Die Wehen kamen mit einem Abstand von 10-15min nach Blasensprung. Nachdem alles fertig gepackt war, wurde der Kater noch transportfähig gemacht. Eh es ins Krankenhaus ging, brachten wir ihn zu den Eltern meines Freundes. Ich stieg schon gar nicht mehr aus dem Auto aus, da ich dachte, das meine Hose vollkommen nass ist. So fühlte es sich an. Nachdem wir im Krankenhaus angekommen sind, ging es gleich hoch zur Anmeldung. Während ich am CTG lag, parkte mein Freund das Auto um, meldete mich in der Notfallstation an und brachte unsere Sachen ins Familienzimmer. Nachdem er wieder war, wurde ich in so einen hübschen Krankenhauskittel gesteckt und durfte so eine sexy Netz "Schlüpper" mit Einlage tragen. Dann ging es mit einem Rollstuhl zum FA um festzustellen ob der Kopf fest im Becken sitz. Als das bestätigt wurde der Muttermund war da schon 4cm offen, und uns die etwaige Größe mit Gewicht genannt wurde, durfte ich zu Fuß in den Kreißsaal. Die 5m kamen mir eine Ewigkeit vor. Inzwischen war es dann auch schon 20 Uhr. Ich merkte auch so langsam wie meine Kräfte weniger wurden und ich bat um etwas zu essen. Irgendwie war die Hebamme taub oder wollte nicht, jedenfalls bekam ich nichts. Ich bekam ein Tropf mit Penicilin, da ich B-Streptokken positiv war. Die Wehen kamen dann in einem Abstand von 5min. Mein Freund war damit beschäftigt mir Wasser und kühle Tücher zu bringen, da es verdammt warm war. Ich bettelte jedesmal, ob man denn das Fenster nicht öffnen konnte. Da ich kaum Luft bekam, gab man mir noch eine Sauerstoffmaske. Um 22 Uhr war Schichtwechsel und endlich war ich die unfreundliche Hebamme los. Sie sprach mich nur in der 3. Person an, ging nicht auf meine Wünsche oder Bedenken ein usw. Zum Glück kam eine Hebamme die ich schon aus meinem vorherigen Krankenhausaufenthalten kannte. Eine etwas ältere aber liebe Person, die mich immer aufmunterte wenn ich sagte, ich kann nicht mehr. Ich hatte das letzte Mal zum Frühstück gegessen. Ich wollte dann so langsam eine PDA, Muttermund war bei 7cm, doch der FA sagte mir, eh der Anästhesist da ist, ist der Muttermund komplett offen. Also bekam ich ein alternatives Schmerzmittel. Ehrlich, ich merkte davon gar nichts. In meinem Delirium, anders kann ich es nicht nennen, bekam ich noch Vitamine und einen Wehenhemmer, da ich zum Schluß einen Wehensturm hatte. Es fiel mir schwer die Wehen zu veratmen. Dann kamen die Presswehen. Ich weiß erhlich gesagt gar nicht wie lange ich gepresst habe. Irgendwann wurde ich zur Mitte gedreht, denn aus eigenes Kraft schaffte ich es nicht mehr. Der FA schob von oben die Kleine nach unten, doch ihr Dickschädel passte nicht ganz durch und somit wurde ich geschnitten. Das war der einzige Schrei den ich von mir gab. Es tat schweine weh. Aber danach musste ich nur noch einmal pressen und die Raupe war da. Neben den Schnitt bin ich noch gerissen, aber das war halb so schlimm. Sie wurde gleich gewogen und gemessen. Mein Freund war immer dabei, da ein Kreißsaal weiter, eine halbe Stunde später das Baby auf die Welt kam. Er hatte Angst das sie vertrauscht wird. In der Zeit wo sie versorgt wurde, wurde ich versorgt und genäht. Dann durfte ich sie endlich halten. Sie war perfekt und hatte eine schöne Haarpracht. Ich musste sie nach ein paar Minuten meinem Freund geben, da ich von dem Bett auf ein fahrbares Bett umgebettet wurde. Wir wurden dann in einen leeren Kreißsaal geschoben, wo wir weitere 2h bleiben mussten, bis das Penicilin bei mir durchgelaufen ist. Dort wurde sie auch gleich gestillt und es war ein schönes Gefühl. Danach wurde sie von der Hebamme gewaschen, das sie in das Handtuch, in welches sie gewickelt war, gekackert hatte. Komplett angezogen und in ihrem Bettchen kam mein stolzer Freund wieder. Nachdem die Naht und der Schnitt nochmal kontrolliert wurden, wurde ich einen Rollstuhl verfrachtet. Dabei wäre ich fast umgekippt. Endlich ging es ins Familienzimmer. Nach mehrmaligen Fragen, bekamen wir auch etwas zu essen. Ich schaffte eine halbe Stulle, ehe ich einschlief. Nach 4 Stunden wurde ich wach, da die Raupe Hunger hatte und die Morgenvisite kam. Mir wurde gesagt, das meine Raupe alle 4h von einer Hebamme untersucht bzw. überwacht wird, da ich ja die B-Streptokkoken hatte. Wir blieben insgesamt 2 Tage im Krankenhaus. Die Überwachung war beendet, die Raupe kerngesund und der FA war auch mit mir zufrieden.
Es war ein schönes Gefühl, das Krankenhaus endlich als Familie zu verlassen. In allem hatte ich schöne Geburt, auch wenn ich keine 2min danach gesagt habe, das mit dem 2. Kind überlegen wir es uns noch mal, würde ich dir Schmerzen nochmal in Kauf nehmen. Da dieses unbeschreibliche Gefühl und die bingungslose zu dem Kind einfach wunderbar sind.

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Kommentare:

  1. Dein Bericht gefällt mir. :)
    Ich konnte währenddessen essen, wollte aber nicht so wirklich. Das Hungergefühl ist auch bis heute nicht so richtig da und ich muss mich zwingen oder ich werde zum Essen gezwungen.
    Ein bisschen neidisch bin ich auf das Familienzimmer, das hat bei uns nicht geklappt, weil es zu der Zeit zu viele Entbindungen gab. Und ich fand das Nähen hinterher tausendmal schlimmer. Hatte währenddessen die ganze Zeit die Kleine auf der Brust und hatte echt Angst, dass ich sie fallen lasse. Sie haben auch mit mir geschimpft, weil ich immer weggezuckt bin...

    Insgesamt klingt das aber doch nach einer tollen Geburt. :)

    Liebe Grüße

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  2. Oh wie schön, ich könnte weinen, ich habe zwar schon eine Geburt hinter mir, aber auch wieder eine vor mir wie du weißt. ;) Bei meiner ersten Geburt war ich bei meiner FA die mir sagte der Muttermund wäre 4 cm offen, ich solle bitte ins KH zum Mittag gehen, also habe ich meinen Mann auf Arbeit angerufen und er meinte, ja ehrlich? ^^ Dann kam er direkt und wir sind noch bis zum Abend zu Hause gewesen, ich hatte keine Wehen und fühlte mich gut, war sogar noch einkaufen. :D Ich wurde zum Glück nicht wie du geschnitten, hatte aber eine schürfwunde und die tata auch weh. -.-
    Und sag mir bescheid, wenn das nächste kommt. hihi
    Gina

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